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Die Warenwelt, sie ist bunt, denke ich mir, während Kaffee unterschiedlichster Marken vor mir im Regal die Käufer lockt. Nur ein halbes Kilo gestrecktes Koffein fehlt mir noch zu meinem Glück und etwas Abstand, denn so ein Überangebot macht fast schon ein bisschen Angst. Ob löslich, mild, schonend, extra oder fein, jede Entscheidung für, beinhaltet immer auch die Entscheidung gegen ein Produkt. Das sagt die Glücksforschung. Ein klassisches Dilemma, das sage ich. Gäbe es nur eine Packung Transfair-Kaffee im Sortiment, wie unbeschwert wäre ich und frei. Die knallgelbe Regenjacke neben mir weiß was sie will. Sie trägt Turnschuhe und hat ein verwahrlostes Gesicht. Hinter ihrer Brille, die übergroßen Augen, sind typisch für Weitsichtigkeit. Sie greift ins Regal, schaufelt mehrere Packungen Verwöhnaroma in eine alte Plastiktüte und ich denke mir nichts dabei. Will ja selbst Kaffee kaufen und auch mir hat schon die passende Münze zum passenden Korb gefehlt. |
Entscheidet man sich nicht dafür, entscheidet man sich auch nicht dagegen. Beschließe ich und überliste mich selbst. Nicht die Glücksforschung. Es muss eben auch ohne Kaffee gehen und bin schon an der Kasse. Niedriger Blutdruck schützt vor Risiken wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die gelbe Regenjacke folgt. Ob ich eine Kundenkarte habe? Natürlich nicht, sage ich der Verkäuferin und finanziere den treuen Kunden großzügig ihren Geiz. Einer muss ihn ja schließlich am Ende bezahlen, den ganzen Rabatt. Während ich nach passendem Kleingeld krame, geht die Regenjacke an mir vorbei. Geld ausgeben will sie heute nicht. Hat ja auch keinen Korb, und zudem nichts darin. Gibt es mit Kundenkarte auf Kaffee einhundert Prozent Rabatt? Das könnte ich fragen. Zumindest die Frau an der Kasse, denn die gelbe Jacke ist schon an der Tür. Sie weiß genau was sie will. Bloß raus! Einer muss sie ja schließlich am Ende bezahlen, selbst wenn sie keine Perspektive hat. Matthias
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